Aktuelles aus der Gastronomie

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Vorsteuerabzug bei Bewirtungskosten
MÜNCHEN. Der Bundesfinanzhof hat die Begrenzung des Vorsteuerabzugs für betrieblich veranlasste Bewirtungskosten – wie sie das deutsche Umsatzsteuerrecht vorsieht – als unzulässig bezeichnet. Die Einschränkung des Rechts auf Vorsteuerabzug sei mit dem EU-Recht nicht vereinbar, heißt es in einer Mitteilung des Bundesfinanzhofs vom 30. März über das Urteil vom 10. Februar 2005 (V R 76/03).
Quelle: Bundesfinanzhof]




„It was wonderful“: ein Texaner als Feinschmecker
MAINZ. Mit Bravour meisterten Hans-Stefan Steinheuer, Johann Lafer und Karl-Emil Kuntz ihre anspruchsvolle Aufgabe: ein 3-Gänge-Menü für 80 Gäste im Mainzer Schloss, das Bundeskanzler Gerhard Schröder zu Ehren des US-Präsidenten George W. Bush ausrichtete.
Quelle: AHGZ (05.03.2005)




Hauptsache billig, Qualität wird nebensächlich
Deutsche Verbraucher achten beim Lebensmitteleinkauf in erster Linie auf den Preis

NÜRNBERG. Beim Lebensmittelkauf ist den meisten Europäern der Preis wichtiger als die Qualität. Am preisbewusstesten sind dabei Deutsche, Franzosen und Polen. Italiener dagegen legen mit Abstand am meisten Wert auf Qualität. Gleichermaßen unterschiedlich verhalten sich die Europäer, wenn es heißt, auswärts zu essen, statt selbst zu kochen. Das sind Ergebnisse aus der GfK-Studie „European Consumer Study 2004“.

Die deutschen Verbraucher, seit längerem bekannt als Europas „Pfennigfuchser“, achten auch bei Lebensmitteln in erster Linie auf den Preis. Mit knapp 62 Prozent der Befragten nimmt Deutschland in Europa den Spitzenplatz ein. In Frankreich und in dem neuen EU-Land Polen ist der Preis für 60 Prozent der Verbraucher das entscheidende Kriterium beim Einkauf von Nahrungsmitteln.

Weniger preisbewusst zeigen sich die Konsumenten in Großbritannien und in Spanien. In diesen Ländern achtet lediglich knapp jeder Zweite beim Einkaufen von Lebensmitteln primär auf den Preis. Eine eindeutige Orientierung an der Qualität der Produkte beziehungsweise an Marken zeigen in den acht untersuchten Ländern nur italienische Konsumenten. Für zwei von drei ist die Qualität das ausschlaggebende Kriterium, wenn sie Lebensmittel einkaufen.

Österreicher essen am häufigsten auswärts

In Österreich gehen knapp 23 Prozent der Befragten mindestens dreimal im Monat in ein Restaurant oder eine Gaststätte zum Essen und sind damit in dieser Hinsicht Europas Spitzenreiter. Es folgen Italiener mit knapp 21 Prozent sowie Briten und Spanier, die zu jeweils 19 Prozent dreimal und mehr im Monat außer Haus essen.

In Polen leistet man sich den Luxus des Auswärtsessengehens am seltendsten: 86 Prozent der Polen gehen nie beziehungsweise seltener als einmal pro Monat zum Essen in eine Gaststätte oder ein Restaurant.
Quelle: AHGZ (12.02.2005)




Karstadt trennt sich von Starbucks
ESSEN. In der dramatischen Lage von KarstadtQuelle vermeldet der Konzern das Erwartete - nämlich die Trennung von seinem Coffee House-Engagement. Die Beteiligung fällt somit an Starbucks zurück.

"Die KarstadtQuelle AG hat sich im Rahmen eines Letter of Intent mit Starbucks Coffee International verständigt, ihre Anteile in Höhe von 82 Prozent des Joint Ventures an Starbucks zu verkaufen."

Die KarstadtCoffee GmbH zählt aktuell 34 Standorte in Deutschland. Im Bau befinden sich zwei weitere Betriebe - in München auf der Leopoldstraße und in Nürnberg.

Erste Eröffnung war im Mai 2002 in Berlin. Es folgte eine lernintensive Anpassung des US-Konzerns an den deutschen Markt. Guter bis sehr guter Geschäftsgang im laufenden Jahr. Oder ganz konkret: aufgelaufen von Januar bis September 12 Prozent plus auf vergleichbarer Fläche. Jüngste Eröffnungen in Freiburg im Breisgau und in Osnabrück, die weit über den Erwartungen liegen: über 1000 Transaktionen an guten Tagen. Doch vor dem Sanierungshintergrund des Konzerns zählt nur noch eins: Es müssen sämtliche Engagements abgestoßen werden, die auf Sicht kein Payback bringen. Und der Aufbau der Marke Starbucks in Deutschland erfordert für die nächsten drei bis fünf Jahre weitere hohe Finanzmittel, bevor erstes Geld zurückfließt. So ist Starbucks gezwungen, sich von dem Langfrist-Engagement zu trennen. Letzteres geschieht voraussichtlich noch 2004. Doch ist geplant, weitere Starbucks Coffee Houses in den eigenen Warenhäusern zu etablieren. Man hat damit gute Erfahrungen gemacht.

Starbucks Coffee International wird damit wie in Großbritannien der 100 Prozent-Betreiber der deutschen Länder-Organisation. Sehr vergleichbare Rückkauffälle von Aufbau-Joint Venture-Partnern gab es bereits in Österreich und der Schweiz sowie jüngst in Singapur und Thailand.
Quelle: AHGZ (02.10.2004)




Hotel "Sacher" wieder geöffnet
WIEN (tdt). Nach dreimonatigen Umbauarbeiten empfängt Wiens berühmtestes Hotel wieder Gäste. Doch sind bis Juni 2005 nur rund 80 der 108 Zimmer bewohnbar. Ab der vierten Etage entstehen zurzeit 40 neue Nachtquartiere, dazu wird das Gebäude aus dem Jahr 1876 um 7,50 Meter aufgestockt.

Mit der 30 Mio. Euro teuren Modernisierung verschwand auch jene legendäre dunkelbraune Rezeption, die einem modernen Foyer weichen musste. Es war aber schon lange nicht mehr jene Loge aus der bekannten Fernsehserie "Hallo, Hotel Sacher, Portier", die von Fritz Eckhardt in der Hauptrolle verewigt wurde. Das würdige Originalteil war bereits vor mehr als 20 Jahren ausgetauscht worden.
Quelle: AHGZ (18.09.2004)




Direktorenwechsel im Hyatt Regency Köln
KÖLN (gm). Nach sieben Jahren verlässt Jan Peter van Ree (43) das Kölner Hyatt Hotel, um seine Karriere, die er 1988 in der Pre-Opening-Phase dieses Hauses begann, als Generaldirektor des neuen Hyatt in Vietnam fortzusetzen. Sein Nachfolger ist Andrew Hendrian (Foto).

Jan Peter van Ree war für Hyatt in Buenos Aires, in China und Korea tätig, ehe er 1997 als Generaldirektor nach Köln zurückkehrte. Köln mit seinem speziellen Charme sei ihm ans Herz gewachsen, erklärte van Ree bei der Übergabe an seinen Nachfolge. "Ich freue mich aber auf die neue Herauforderung, in einem für mich noch fremden Kulturkreis ein neues Hotel zu eröffnen." Auch sein Nachfolger Andrew Hendrian (41) hat seine Laufbahn im Hyatt Regency Köln gestartet. Er begann dort 1989 als Restaurantleiter, ging nach 5 Jahren ins Hyatt nach Jeddah/Saudi-Arabien und kehrte 1996 als Veranstaltungsdirektor nach Köln zurück, wo er rasch zum Logis-Direktor befördert wurde. Im März 2000 wechselte der in Indien geborene Hotelier für zwei Jahre als Resident Manager ins Grand Hyatt Berlin und eröffnet in derselben Position das Grand Hyatt Dubai, das Hotel mit den größten Tagungskapazitäten im Mittleren Osten. Hendrian sprich Indisch, Deutsch, Englisch und Arabisch.
Quelle: AHGZ (21.08.2004)



Markus Gradel Küchenchef auf der "Sea Cloud II"
HAMBURG (af). Markus Gradel, seinerzeit Deutscher Meister und Weltmeister der Jungköche, ist neuer Küchenchef auf dem Luxussegler "Sea Cloud II". Der aus Müllheim in Baden stammende 27-Jährige absolvierte seine Lehre zum Koch von 1993 bis 1996 im Hotel Schwarzmatt in Badenweiler, wo er noch ein weiteres Jahr als Commis tätig war. Anschließend wechselte er in die Speisemeisterei nach Stuttgart und wurde im Jahr 2000 Landessieger der Jungköche in Baden-Württemberg, danach Deutscher Meister und schließlich Weltmeister beim internationalen Commis-Wettbewerb in Wien. Anschließend zog es ihn in den hohen Norden auf die Nordseeinsel Sylt, wo er 2001 als Chef de Partie im Fährhaus Munkmarsch tätig war und 2002 im Hotel Walters Hof in Kampen.

2003 wurde Markus Gradel Küchenchef im unter gleicher Leitung stehenden Kampener Restaurant Sturmhaube und wechselte für die Wintersaison 2003/04 nach Österreich ins Hotel Hirlanda nach Zürs am Arlberg. Ab jetzt verwöhnt er die Gäste der zur Hamburger Reederei Sea Cloud Cruises gehörenden Luxussegeljacht "Sea Cloud II", die nach einem Kurzbesuch in der Hansestadt bis zum Herbst im Mittelmeer und den Winter über in der Karibik kreuzt.
Quelle: AHGZ (21.08.2004)




Wird Österreich rauchfrei?
WIEN (ahgz). Gesetzliche Zwangsmaßnahmen oder ein generelles Rauchverbot in Gaststätten will man in Österreich mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung umgehen. Wie die Österreichische Gastronomie&Hotelzeitung (ÖGZ) in ihrer neuesten Ausgabe berichtet, hat sich der Fachverband Gastronomie mit der zuständigen Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat auf eine entsprechende Selbstverpflichtung verständigt.

Demnach sollen in drei Stufen bis Ende 2006 in 90 Prozent aller Speiselokale Nichtraucherbereiche in Form von Nichtraucherzonen - je nach räumlicher Möglichkeit - auch getrennte Nichtraucherräume geschaffen werden. Kleinere Betriebe mit einem Speisebereich von 75 Quadratmetern sind davon ausgenommen, da hier eine entsprechende Abtrennung wenig sinnvoll erscheint. Bei derzeit rund 55.000 Gastronomie-Konzessionen - so das Blatt - bleiben damit zirka 26.000 Betriebe von der Branchenregelung ausgenommen.

Für die übrigen wird der Fachverband noch im Herbst mit einer Kampagne zur verstärkten Einrichtung von Nichtraucherbereichen beginnen.
Quelle: AHGZ (28.08.2004)